Außergerichtliche Beweissicherung

Die außergerichtliche Beweissicherung vor Baubeginn dient generell der Feststellung und Dokumentation des Zustandes rund um die Baustelle und deren Veränderungen durch die Baumaßnahme. In manchen Fällen kommt es während oder nach der Bauabwicklung zu Auseinandersetzungen zwischen der Bauherrschaft und den Eigentümern der angrenzenden  Grundstücke über die Ursachen festgestellter Gebäudeschäden. 

Die außergerichtliche, vorsorgliche Beweissicherung gehört zu den Standardaufgaben  des Bausachverständigen.

Die einer Baumaßnahme vorgeschaltete außergerichtliche vorsorgliche Beweissicherung durch einen Bausachverständigen ist ein geeignetes Verfahren zur gegenseitigen Vertrauensbildung und Vermeidung von Streitfällen zwischen Bauherrschaft, Hauseigentümern und den ausführenden Firmen. Bei der Errichtung von Bauwerken und Verkehrswegen sowie durch Abbruch und Rückbau sind Beeinträchtigungen der Umgebung nicht vollständig auszuschließen. Eine erfolgreiche Durchführung einer Beweissicherung wird bestimmt durch eine gute Vorplanung und eine ebenso gute Dokumentations- und Ablauf Organisation (Es werden mehrere Termine in Abstimmung mit dem Auftraggeber festgelegt).
Zu Beginn sollte der Zustand des Baufeldes vor den ersten Veränderungen durch die Bauaktivitäten mit Bildern dokumentiert werden. Dies kann der Bauleiter meist schon in Eigenregie mit einer Kamera erledigen. Zu den Bildern ist Zeitnah eine Erläuterung zu erstellen um spätere Schadensereignisse bewerten zu können. Wenn Meinungsverschiedenheiten zu erwarten sind,  sollte möglichst auch schon das Baufeld durch einen externen unabhängigen Gutachter (Bausachverständiger) dokumentiert werden. Sinnvoll ist es, diese Vereinbarung der Beweissicherung schon vor Baubeginn mit dem Bauherrn bzw. dem Bauträger oder Eigentümer abzuschließen, sowie Art, Umfang und Kostenbeteiligung festzulegen. 

Bei einer außergerichtlichen vorsorglichen Beweissicherung unterstützen wir Sie gerne mit unserer Expertise und erstellen Ihnen eine detaillierte Foto-Dokumentation. Bei einer Erst- und Abschlussbeweissicherung haben Sie nach Fertigstellung der im nahen Umfeld durchgeführten Baumaßnahme, eine mögliche Schadensentwicklung im Blick.

Fachbereiche- & Kompetenzen

  • Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und Wertermittlung
  • Sachverständiger für Wärmedämm-Verbundsysteme- und Putzfassaden

Fairer Partner, faire Preise & Kostensicherheit durch Pauschalangebote

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Mögliche Beeinträchtigungen von Immobilien und öffentlicher Verkehrsflächen im näheren Umfeld. Die Beweissicherung sollte hier frühzeitig durch die Bauherrschaft, den Planer oder das Abrissunternehmen in die Wege geleitet werden. Der konkrete Leistungsumfang einer Beweissicherung ist im Einzelfall immer durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren festgelegt.

Normale Bebauung aber schweres Gerät im Einsatz. Zufahrtsstraßen oder -wege könnten Schaden nehmen. Beweissicherung also auch wie oben zu sehen sinnvoll. Auch die Nutzung nicht zum Baufeld gehörender fremder Flächen, die nach Rücksprache mit dem Eigentümer ausnahmsweise für Anlieferungen genutzt werden dürfen, sind unbedingt aufzunehmen. 

Abbruch im nahen Umfeld der Nachbarschaft. Die Beweissicherung ist sinnvoller Weise vor Beginn durch den Planer, oder Bauunternehmer, durchzuführen. Nach Abschluss der Maßnahmen und Abtransport des angefallenen Abbruchmaterials folgen die abschließenden Feststellungen und die Dokumentation. 

Preise und Leistungsbeschreibung

Honorarpauschale für Ortstermin

Kostensicherheit durch:

✔ günstigen Pauschalpreis
✔ keine Folgekosten
✔ Qualität und Erfahrungswerte

Preis: Pauschal 525,00€ inkl. MwSt.  

Die Dauer des Ortstermins ist auf 2 Stunden begrenzt. Dieser Termin dient ausschließlich der Aufnahme von Informationen zur Baumaßnahme, der Festlegung des Ablaufs und dem Umfang der gewünschten Leistungen. Darüber hinaus gehende Zeiten werden auf Stundenbasis abgerechnet. 

Daraufhin erhalten Sie ein Angebot für die zu erbringenden Leistungen.

Beachten Sie bitte die zusätzlichen Hinweise im Feld „Preis- Informationen zu Pauschale und Stundensatz“.

Info@bausachverstaendiger-huetzen.de

 

  • kurzfristige Besichtigungstermine
  • günstiger Pauschalpreis
  • langjährige Erfahrung im Baubereich
  • Qualifizierte in Augenscheinnahme 
  • ständige Fort- und Weiterbildungen, aktueller Wissensstand
  • Kooperationen mit Partnerbüros 

Mehr Informationen

  • Stellungnahme zur Ortsbesichtigung (kurze E-Mail).
  • Protokoll / Dokumentation zur Ortsbesichtigung / Feststellungen zum Ist-Zustand Ihrer Immobilie und Aufnahme erkannter Schäden incl. Bilder der Ortsbesichtigung mit kurzer Beschreibung).  Abrechnung nach angefallenen Stunden.
  • Vollständiges Beweissicherungs-Gutachten. Gerne erstellen wir Ihnen nach Abschluss der Maßnahme ein qualifiziertes Gutachten. Das Honorar hierfür richtet sich nach dem Umfang der Aufgabe. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis.

Mehr Informationen

In der Pauschale zum Ortstermin sind An und Abfahrtszeiten bis zu 30 km enthalten (30-45 Minuten). Darüber hinaus gehende Fahrzeiten werden zusätzlich berechnet bzw. sind von der Besichtigungszeit in Abzug zu bringen.

Fahrtkosten werden mit 0,72€ je km berechnet, wobei auch hier die 30 km in der Pauschale zum Ortstermin inclusiv sind. 

Parkkosten sind Zusatzkosten und werden auf Nachweis abgerechnet

Der Ortstermin ( Besichtigung vor Ort) ist auf 2 Stunden begrenzt.

Danach, Abrechnung auf Stundenbasis 132,36€ zzgl. MwSt 19% = 157,51€, wobei jede angefangene Stunde 1/2 und ab der 30. Minute voll abgerechnet wird ( §8 JVEG). 

Der Stundensatz ist angelehnt an das Justiz Vergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG), das bei gerichtlichen Aufträgen als Abrechnungsgrundlage dient. Hierbei gilt für Privataufträge (außergerichtlich)  gegenüber gerichtlichen ein mittlerer Aufschlag von 50% und ein Mindestaufschlag von 25-30% auf den Stundensatz des JVEG als angemessen. ( JVEG Honorarstufe 4.3 Bauwesen-Schadensfeststellung und -Ursachenermittlung  105€ incl. MwSt) (Der Stundensatz variiert je nach Aufgabenstellung zwischen 30% und 50% Aufschlag). Im Stundensatz sind alle Werkzeuge, Messgeräte und Gemeinkosten, sowie die Vorhaltung von Einrichtungen und die allgemeinen Bürokosten des Sachverständigen enthalten. 

Stundensatz für außergerichtliche Beweissicherung (JVEG 88,24€ x 50% = 132,36€ zzgl. MwSt 19% = 157,51€).

Unser Leistungsspektrum umfasst folgende Tätigkeiten:

  • Klassisches Gutachten / Privatgutachten (Schadensgutachten) (als Parteienvortrag bei Gericht verwendbar),
  • Schiedsgutachten / Schiedsgutachtervertrag = Ergebnis für die Parteien verbindlich, (Wird von allen beteiligten Parteien in Auftrag gegeben.)
  • Stellungnahmen, (kurze Zusammenfassung des Ortstermins),
  • Bewertungen²
  • Außergerichtliche vorsorgliche Beweissicherung, Fotodokumentation, Beweissicherungsgutachten,
  • Untersuchungen bei Schimmel, incl. notwendiger Labor-Untersuchungen²
  • Kaufberatung für private Kunden (Wohnhäuser, und Eigentumswohnungen),²
  • Beratende Baubegleitung (Haus- und Wohnungsbau (Modul 1-4),²)
  • Vorbegehung vor der Bau-Endabnahme oder Wohnungsübergabe,
  • Beratende Bauabnahme-Begleitung,
  • Beratende Begleitung bei der Wohnungsübergabe (Schlüsselübergabe),
  • Beratung zu energetischen Sanierungsmaßnahmen ( Wärmedämm-Verbundsysteme, Innendämmsysteme),
  • Beratung zu Renovierungen, Sanierungen und Modernisierungen,
  • Gebäudethermografie ( Wärmebrücken, Feuchtigkeitsschäden und z.B. mangelhafte Verarbeitung am WDVS erkennen)²
 
Bausachverständigenbüro Michael Hützen Wiesbaden
Mobil: 0176 45294924
E-Mail: info@bausachverstaendiger-huetzen.de

² Ausführung auch in Kooperation mit sachverständigen Partnerbüros.

Die vorsorgliche Beweissicherung wird auch als Auflage durch die Bauaufsichtsbehörde veranlasst. Dies ist zum Beispiel bei innerstädtischer Bebauung, Grenzbebauung, Arbeiten mit Einsatz von schweren Geräten oder bei kritischen Bauverhältnissen der Fall. Damit muss der Zustand von gefährdeten Bauwerken dokumentiert werden. §3 Abs. 4 der VOB-B sieht eine solche Zustandsfeststellung vor, die vom Auftragnehmer und Auftraggeber anzuerkennen ist. Eine rechtliche Verpflichtung zur Prüfung besteht für:
  • die Bauherrschaft
  • die Planer
  • die ausführenden Baufirmen
 Es sind die Erfordernisse einer Beweissicherung einzuhalten, aus den Vorgaben
  • der Musterbauordnung (MBO)
  • den Landesbauordnungen
  • der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
Nach der Regelung der MBO § 3 – Allgemeine Anforderungen – sind bauliche Anlagen so anzuordnen, dass Leben und Gesundheit Dritter nicht gefährdet werden. Dies trifft auch auf die Errichtung der baulichen Anlagen notwendigen Bauverfahren zu. Konkret wird in der VOB, Teil B in § 3, Abs. 4 gefordert dass vor Beginn der Arbeiten der Zustand:
  • der Straßen
  • der Geländeoberflächen
  • der Gebäude im Baubereich
in einer Niederschrift festzuhalten sind. Im Auftrag der Bauherrschaft kann diese Niederschrift in Form eines Beweissicherungs-Gutachtens durch einen unabhängigen Bausachverständigen erstellt werden. Möglich ist auch, dass nur eine Partei ein Parteiengutachten (Privatgutachten) durch den Sachverständigen einholt, Art und Umfang bleiben der beauftragenden Partei überlassen. Das Parteiengutachten hat in diesem Fall aber nur den Stellenwert einer selbst angefertigten Dokumentation und besitzt somit keine Verbindlichkeit. Eine solche Vorgehensweise ist in den meisten Fällen aber ausreichend, wenn es sich nur um kleinere Feststellungen handelt und keine schwerwiegenden Schäden und Streitigkeiten zu erwarten sind. Sollte es später doch zu Streitigkeiten kommen und die Sache vor Gericht verhandelt werden, dient dieses Parteiengutachten vor Gericht als Parteivortrag und muss vom Richter in der Weise gewürdigt werden, als würde es ein von Ihm in Auftrag gegebenes Gutachten darstellen.

Michael Hützen

  • Bausachverständiger für Schäden an Gebäuden / DESAG und BSG
  • DEKRA zertifizierter Sachverstäniger für Schäden an WDVS- und Putzfassaden

Anschrift

Bausachveständigenbüro Michael Hützen

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Wir kooperieren mit sachverständigen Partnern.

Sachverständiger für Schäden an Gebäuden